Freud und Leid in Storekorsnes!

Freud und Leid in Storekorsnes!

Was für eine Woche. Anfang Mai sind wir wieder mit sechs Anglern nach Norwegen aufgebrochen. Diesmal stand das Top Revier Storekorsnes auf dem Plan. Der Flug ging über Hamburg, Kopenhagen, Oslo nach Alta. Von dort aus wurden wir von der Vermieterin Ellen abgeholt. Supernette Frau die zu unserer Verwunderung recht gut deutsch spricht. Nach ca. 60 km waren wir am Ziel unseres diesjährigen Fanggebietes. Traumhaft schöne Aussicht und ca. 230 km vom Nordkap entfernt. Die Unterkunft war wie immer einwandfrei, die Zimmer schnell aufgeteilt. Die Fenster im Wohnzimmer waren etwas niedrig, im Stehen musste man sich immer etwas bücken um durchzuschauen. Durch die langjährige Erfahrungen bei Angelreisen nach Norwegen war jeder gut vorbereitet. Die Hotspots waren ausgesucht, es konnte losgehen. Die Boote waren länger, mit Überdachungen und hatten wesentlich mehr PS als die anderen Boote in der Vergangenheit. Das war auch hilfreich denn um dieses Jahr den Fisch zu bekommen mussten wir alle Hotspots anfahren und somit viel fahren, testen und probieren. Es war uns natürlich klar das es so früh im Jahr mit dem Angeln schon mal schwierig werden kann, aber in der Regel waren wir doch erfolgsverwöhnt. Hier kam es mal anders.

Zum Wetter: Sonnenschein, Wind, starker Wind, mehrfacher Windwechsel. Unsere bekanntesten Hilfsmittel wie die norwegische Wetter App „yr“ war oft vollkommen überfordert. 90 % der Zeit stimmten die Angaben nicht. Der Gang vor die Tür hat uns morgens die richtige Ergebnisse geliefert. Während des Tages hatten wir den Törn dem Wetter angepasst.

Die Drift : Durch die vielen Fjorde änderten sich die Strömungen selbst bei ablaufend oder auflaufend Wasser. In Kombination mit dem Wind ergaben sich interessante Möglichkeiten.

 Der Fisch: Egal ob Gummifisch, Naturköder, Pilker usw. – wir nutzen mal die gleichen oder jeder unterschiedliche Köder, auf 20 Meter bis 270 Meter, es wollte nichts beißen. Die Fanggrößen waren wie in Südnorwegen und die Fische hingen spärlich an der Angel. Aber nicht nur, zwischendurch kamen dann doch die Erfolge. Bähm … ein 25 kg Heilbutt, ein 1,10 m langer Dorsch und ein stattlicher Steinbeißer. Der Rest in normaler Größe.

 Fazit der Woche: Eine tolle Gegend, unendlich viel Sprit für die Boote benötigt, Ellen muss noch Schnapsgläser besorgen (auch wenn sie der Meinung ist das Deutsche zu kleine Gläser benutzen), sehr nette Vermieter, kleiner Angelshop nebenan, viele Angelmöglichkeiten. Top Revier!

Aufgrund der Wassertemperatur waren die meisten Fische noch außerhalb der Fjorde. Eine Woche später hätte es wohl schon besser ausgesehen . So ist es eben beim Angeln, Freud und Leid liegen nah beieinander. Die Woche war trotzdem wieder unvergesslich schön.

 Hier folgen noch ein paar Eindrücke.

Wellen_2018

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